Lange habe ich nachgedacht, ob dieser Bericht in das Infoportal und seinen Schwerpunkt bei der neoliberalen Globalisierung gehört. Es ist ein ziemlich schrecklicher Bericht über vor allem in China abgetriebene oder gleich nach der Geburt ermordete Mädchen. In China sind in nur 5 Jahren 14 Millionen Mädchen aus der Statistik verschwunden, weil sie gezielt wegen ihres Geschlechts abgetrieben oder nach der Geburt ermordet wurden. Das sind fast zehnmal mehr, als Mädchen in Deutschland in diesem Zeitraum geboren wurden.
Nun treiben wir einen intensiven Handel mit diesem Land. Nicht wenige bei uns, vor allem unter den Linken, schwärmen für China. Vor allem drückt sich in diesem Krieg auf die „baby girls”, eine dramatische Geringschätzung der Frau aus, die doch Männer eigentlich als Lebenspartner und Mutter ihrer Kinder brauchen. Geschlechterspezifische Abtreibung ist schon schlimm, aber sehr oft scheint es nackter Mord zu sein, von dem die chinesische Journalistin Xinran Xue in einem neuen Buch berichtet. Es ist dieselbe Haltung, die nach Schätzung der Weltbank 460.000 Umwelttote pro Jahr in Kauf nimmt und bei Weitem an der Spitze aller Hinrichtungen in der Welt steht.
Und wer soll sich da wundern, daß auch der Handel wie ein Krieg geführt wird? Jobs werden weltweit erobert, unter Ausbeutung der eigenen Niedrigstlöhner und unter Manipulation der Wechselkurse und vieles mehr. Es ist einfach ein Puzzle, in das alles hineingehört.
Quelle: Informationsportal Deutschland & Globalisierung
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